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EM 2027 · 1.–4. Juli

Technisches Regelwerk

Die Kubb-Regeln.

Die deutsche Fassung der offiziellen Regeln der Europameisterschaft: dieselben Regeln, die auch bei der Europameisterschaft 2027 in der Valpolicella gelten. Wenn du ganz neu anfängst, lies zuerst Was ist Kubb?.

  • Basiert auf EKC-Version 3.4 (19. Oktober 2026)
  • Stand:
  • Lesezeit: etwa 5 Minuten
Offizielle EKC-Regeln (PDF, auf Englisch)
Spieler im roten Trikot nach vorn gebeugt beim Wurf, sein langer Schatten auf der Wiese und die Kubbs am Ende des Spielfelds
Torneo d’Autunno 2 vs 2 — Cavalo, 2025

Glossar

Die Begriffe beim Kubb.

Im Text sind sie gepunktet unterstrichen: Fahr mit der Maus darüber oder tippe sie an, um die Erklärung zu sehen.

König
Die höchste Figur (9 × 9 × 30 cm), in der Mitte des Spielfelds. Wird zuletzt umgeworfen.
Kubb
Die Holzklötze (7 × 7 × 15 cm), fünf pro Team. Im Deutschen heißt der Plural „Kubbs“.
Wurfholz
Das Holz zum Werfen (Ø 4,4 × 30 cm): sechs pro Team in jeder Runde.
Grundlinie
Die kurze Seite des Spielfelds: Geworfen wird von hinter dieser Linie, und auf ihr stehen die Basiskubbs.
Basiskubbs
Die fünf Kubbs, die zu Beginn des Satzes auf der Grundlinie stehen.
Feldkubb
Ein umgeworfener Kubb, der in die gegnerische Hälfte eingeworfen wurde: Er muss vor den Basiskubbs fallen.
Einwurf
Das Werfen der umgeworfenen Kubbs in die gegnerische Hälfte, von der eigenen Grundlinie aus.
Strafkubb
Ein Kubb, der beim Einwurf zweimal im Aus gelandet ist: Das empfangende Team stellt ihn auf.
Angriffslinie
Die weiter vorne liegende Linie, von der aus geworfen wird, wenn ein Feldkubb stehen bleibt.
Königswurf
Der Wurf, einer pro Team, der entscheidet, wer anfängt.
2-4-6-Eröffnung
Das beginnende Team wirft 2 Wurfhölzer, der Gegner 4, danach jeder 6 bis zum Ende des Satzes.
Satz
Ein Durchgang: Er endet, wenn der König fällt. Eine Partie hat einen oder mehrere Sätze.
Du liest gerade §1 Spielfeld und Spielmaterial
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Spielfeld und Spielmaterial

Kurz gesagtSpielfeld 8 × 5 m, fünf Kubbs pro Seite auf der Grundlinie, der König in der Mitte.

Das reguläre Spielfeld misst 5 m × 8 m, auf kurz gemähtem Rasen. Die Ecken werden mit vier Pflöcken markiert, die Mittellinie mit zwei Pflöcken in der Mitte der Längsseiten.

Auf jede GrundlinieDie kurze Seite des Spielfelds: Geworfen wird von hinter dieser Linie, und auf ihr stehen die Basiskubbs. kommen 5 Kubbs, innerhalb des Spielfelds und direkt an der Linie: die beiden äußeren eine Wurfholzlänge von den Eckpflöcken entfernt, die anderen drei gleichmäßig dazwischen verteilt. Der König steht genau in der Mitte des Spielfelds.

Empfohlene Maße: Kubbs 7 × 7 × 15 cm, König 9 × 9 × 30 cm, Wurfhölzer 30 cm lang mit 4,4 cm Durchmesser.

Spielfeld 8 × 5 m: vier Pflöcke an den Ecken und zwei in der Mitte der Längsseiten; fünf Kubbs pro Seite an der Grundlinie, der König in der Mitte.
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Teams und Spielbeginn

Kurz gesagt1 bis 6 Spieler pro Team; es beginnt, wer den Königswurf gewinnt, mit der 2-4-6-Eröffnung.

Gespielt wird mit zwei Teams zu je 1 bis 6 Spielern. Bei Turnieren gibt es meist drei Formate: 1 gegen 1, 3 gegen 3 und 6 gegen 6.

Wer anfängt, entscheidet der KönigswurfDer Wurf, einer pro Team, der entscheidet, wer anfängt.: Je ein Spieler pro Team wirft gleichzeitig ein Wurfholz in Richtung König, und es gewinnt das Team, dessen Wurfholz am nächsten liegt (es zählt die Spitze des Wurfholzes). Den König zu berühren ist erlaubt, wirft man ihn aber um, gewinnt das andere Team den Königswurf. Das Gewinnerteam wählt, ob es beginnt oder auf welcher Seite es spielt, und kann auch dem Gegner den Anfang überlassen.

Königswurf: ein Wurfholz pro Team, gleichzeitig. Das Team, dessen Wurfholz dem König am nächsten liegt, beginnt (oder wählt die Seite); es zählt die Spitze des Wurfholzes.

2-4-6-EröffnungDas beginnende Team wirft 2 Wurfhölzer, der Gegner 4, danach jeder 6 bis zum Ende des Satzes.: Das beginnende Team wirft 2 Wurfhölzer, der Gegner antwortet mit 4, danach wirft jedes Team 6 pro Runde bis zum Ende des Satzes. Bei jedem neuen Satz werden die Seiten gewechselt, und das andere Team beginnt.

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So wird geworfen

Kurz gesagtVon unten, vertikale Drehung, Füße hinter der Linie, höchstens zwei Wurfhölzer pro Person und Runde.

✓ Dreht sich vertikal

Höchstens 30° Neigung

✗ Helikopter, horizontal

Richtiger Wurf: von unten, das Wurfholz dreht sich vertikal; eine Neigung bis 30° ist erlaubt. Verboten ist der Helikopterwurf, bei dem sich das Wurfholz horizontal dreht.
  • Geworfen wird immer von unten.
  • Das Wurfholz darf sich vertikal drehen. Verboten ist es, das Wurfholz waagerecht kreisen zu lassen („Helikopter“, Toleranz höchstens 30°): Jeder Wurf muss so gerade wie möglich sein.
  • Füße und alles, womit du dich abstützt, bleiben hinter der Wurflinie und innerhalb der verlängerten Seitenlinien, bis Wurfhölzer und Kubbs zur Ruhe gekommen sind.
  • Ein Spieler darf sein zweites Wurfholz direkt nach dem ersten werfen, aber höchstens 2 Wurfhölzer pro Runde werfen.
  • Geworfen wird erst, wenn der Gegner alle Feldkubbs aufgestellt und das Spielfeld verlassen hat. Ein ungültiger Wurf wird nicht wiederholt, und die Kubbs, die er umgeworfen hat, werden wieder an ihren Platz gestellt.
Nahaufnahme des Holzkönigs mit roter Krone, rundherum liegen die Wurfhölzer auf der Wiese
Aribandus! — Parco di Fumane, 2025
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Ablauf einer Runde

Kurz gesagtZuerst die Feldkubbs, dann die Basiskubbs, zuletzt der König.

Jede Runde besteht aus drei Phasen in fester Reihenfolge:

  1. Die gegnerischen FeldkubbEin umgeworfener Kubb, der in die gegnerische Hälfte eingeworfen wurde: Er muss vor den Basiskubbs fallen. umwerfen (falls es welche gibt).
  2. Die gegnerischen BasiskubbsDie fünf Kubbs, die zu Beginn des Satzes auf der Grundlinie stehen. umwerfen.
  3. Den König treffen (erst wenn alle gegnerischen Kubbs liegen und noch Wurfhölzer übrig sind).
  1. Phase 1

    Feldkubbs

  2. Phase 2

    Basiskubbs

  3. Phase 3

    König

Feste Reihenfolge in jeder Runde: zuerst die Feldkubbs, dann die Basiskubbs, zuletzt der König, der gesperrt bleibt, bis alle gegnerischen Kubbs liegen.

Achtung: Ein Basiskubb, der zu früh umgeworfen wird, solange noch Feldkubbs stehen, wird sofort wieder aufgestellt und kann in derselben Runde erneut getroffen werden. Ein Kubb gilt nur dann als umgeworfen, wenn er durch einen Treffer Holz auf Holz fällt (Wurfholz oder anderer Kubb).

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Einwurf der Kubbs und Angriffslinie

Kurz gesagtUmgeworfene Kubbs werden in die gegnerische Hälfte eingeworfen; bleibt ein Feldkubb stehen, wirft der Gegner von näher heran.

Sind alle Wurfhölzer geworfen, sammelt das Team, dessen Kubbs umgeworfen wurden, diese ein und wirft sie wieder ins Spiel, einzeln und von der eigenen Grundlinie aus, in die gegnerische Hälfte. Ein Kubb ist gültig, wenn er sich vollständig innerhalb dieser Hälfte aufstellen lässt, ohne die Linien zu berühren.

Zuerst werden alle Kubbs eingeworfen; die ungültigen werden am Ende ein zweites Mal geworfen. Landen sie wieder im Aus, werden sie zu StrafkubbEin Kubb, der beim Einwurf zweimal im Aus gelandet ist: Das empfangende Team stellt ihn auf.: Das empfangende Team stellt sie in der eigenen Hälfte auf, wo es will, mindestens eine Wurfholzlänge vom König und von der Grundlinie entfernt.

Eingeworfene Kubbs werden zu Feldkubbs: Das empfangende Team stellt sie genau dort auf, wo sie gelandet sind, und entscheidet dabei nur einmal, über welches Ende sie aufgerichtet werden, ohne sie anzuheben oder zu drehen. In der nächsten Runde müssen sie zuerst umgeworfen werden.

Wirft ein Team nicht alle Feldkubbs um, darf der Gegner in der nächsten Runde von einer weiter vorne liegenden AngriffslinieDie weiter vorne liegende Linie, von der aus geworfen wird, wenn ein Feldkubb stehen bleibt. werfen: auf Höhe des stehenden Feldkubbs, der der Mittellinie am nächsten ist. Der Einwurf der Kubbs erfolgt dagegen immer von der Grundlinie aus.

Angriffslinie: Bleibt ein Feldkubb stehen, wirft der Gegner in der nächsten Runde von einer weiter vorne liegenden Linie, auf Höhe dieses Kubbs.
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Angriff auf den König

Kurz gesagtDer König wird zuletzt getroffen: Fällt er vorher, ist der Satz verloren.

Der König darf erst getroffen werden, wenn alle Kubbs in der gegnerischen Hälfte (Feld- und Basiskubbs) umgeworfen sind und in der Runde noch Wurfhölzer übrig sind. Wer ihn als Erster umwirft, gewinnt den Satz.

Wer den König zu früh umwirft, auch aus Versehen, verliert den Satz. Fällt der König durch die Spielfeldschnur oder eine Hand um, wird er einfach wieder aufgestellt.

König zu früh gefallen = Satz verloren.

Der König darf erst ganz zum Schluss umgeworfen werden. Fällt er zu früh, auch aus Versehen, ist der Satz verloren.

Nach den schwedischen und den US-amerikanischen Regeln wird auf den König immer von der Grundlinie aus geworfen. Die Regeln der Europameisterschaft sagen nur, dass nach vorne geworfen wird, mit allen verbleibenden Wurfhölzern: Im Zweifel frag die Turnierleitung.

Im Zweifel immer für den Gegner.
Fairplay, §9
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Sieg und Tiebreak

Kurz gesagtWer den König umwirft, gewinnt den Satz. Kein Unentschieden: Es gibt einen Tiebreak.

Den Satz gewinnt das Team, das als Erstes regelkonform den König umwirft; eine Partie kann einen oder mehrere Sätze haben. Unentschieden gibt es nicht: Bei Turnieren mit Zeitlimit wird nach Ablauf der Zeit der Tiebreak gespielt, den das Turnier vorsieht.

Bei der Europameisterschaft läuft der Tiebreak so: Ein neuer Königswurf entscheidet, wer im Vorteil ist, und danach wird in jeder Runde ein Kubb aus der Hälfte des Gegners entfernt, angefangen mit dem, der der Grundlinie am nächsten steht, bis jemand den König umwirft.

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Regeln der Europameisterschaft

Kurz gesagtBei der EM: 1vs1, 3vs3 und 6vs6, immer mit 2-4-6-Eröffnung, normalerweise ohne Schiedsrichter.

Bei den European Kubb Championships (EKC) gelten außerdem diese Regeln:

  • Gespielt wird in drei Formaten: 1 gegen 1, 3 gegen 3 (Teams mit 3 bis 6 Spielern) und 6 gegen 6 für Nationalteams.
  • Die 2-4-6-Eröffnung gilt für alle Partien.
  • Im 3 gegen 3 werden die Wurfhölzer in jeder Runde auf mindestens 3 Spieler verteilt, höchstens 2 pro Person, und der Einwurf der Kubbs wechselt reihum von Spieler zu Spieler.
  • Normalerweise gibt es keine Schiedsrichter: Die Spieler entscheiden selbst und geben eigene Fehler zu. Kommt keine Einigung zustande, ruft man die Turnierleitung, die einen Schiedsrichter schickt.
  • Wer Halbfinale oder Finale spielt, darf auf dem Spielfeld keinen Alkohol trinken.
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Fairplay

Kurz gesagtRespekt, Offenheit, Ehrlichkeit: Im Zweifel geht der Punkt an den Gegner.

Kubb ist ein Community-Spiel, bevor es ein Wettkampfsport ist. A.S.D. Kubb Italia setzt sich bei den eigenen Events ein für:

  • Respekt gegenüber Gegnern, ehrenamtlichen Schiedsrichtern und Publikum.
  • Offenheit für alle, die zum ersten Mal spielen: Kubb wächst durch die, die es beibringen, nicht durch die, die andere plattmachen.
  • Ehrlichkeit bei strittigen Situationen: im Zweifel immer für den Gegner.
  • Null Toleranz gegenüber verbaler oder körperlicher Aggression.

Quellen: offizielle Regeln der Europameisterschaft, EKC v3.4 (PDF), schwedisches Regelheft KUBB-VM (PDF), USA Kubb und Kubb World. Übersetzung und Bearbeitung: A.S.D. Kubb Italia.

Die Regeln lernt man beim Spielen.

An den Schnuppertagen bringen wir das Spielset mit; das Spiel in zwei Minuten erklärt findest du in unserer Kurzanleitung.

Wir sehen uns auf dem Platz.

Weite Parkwiese mit Zypressen und Hügeln im Hintergrund: ein Kubb-Spielfeld mit Holzkubbs, zwei Spieler geben sich in der Mitte die Hand, viele Menschen schauen von den Seiten zu, links ein roter PavillonAbendliche Siegerehrung auf einer Bühne: drei Spieler zeigen ihre Plaketten, während ein Mann ins Mikrofon sprichtMann mit Strohhut wirft ein Wurfholz flach über die Wiese, das Wurfholz fliegt auf den roten König zuKubb-Partie auf der Wiese mit Spielern an der Wurflinie, Kirchturm und Felsberge im HintergrundAbends unter den Lichterketten wirft ein Spieler ein Wurfholz über ein auf der Wiese markiertes Spielfeld, andere schauen zuEin Spieler im hellen T-Shirt beugt sich vor und wirft ein Wurfholz flach über das Rasenspielfeld; im Hintergrund terrassierte Weinberge unter blauem Himmel.Ein Spieler mit Strohhut beugt sich vor und wirft ein Wurfholz auf der Wiese, zwei Mitspieler warten auf ihren Einsatz; im Hintergrund ein Tal mit Weinbergen und Hügeln.Zwei Männer jubeln mit erhobenen Fäusten unter einem blauen Pavillon, einer trägt einen Wikingerhelm mit HörnernEine Spielerin mit Strohhut wirft ein Wurfholz, das im Flug zu sehen ist, ein Junge mit verschränkten Armen schaut zu; dahinter Bäume in praller Sonne.Gruppenfoto aller Teilnehmenden auf der Wiese, stehend und kniend, vor den Pavillons und der Fahne von Kubb ItaliaSiegerehrung vor der Werbewand von A.S.D. Kubb Italia: sieben Personen mit Urkunden und Weinkartons in der HandEine Spielerin im schwarzen Polizistinnenkostüm wirft mit angehobenem Bein, neben ihr ein als Koch verkleideter Mitspieler, vor einer niedrigen Steinmauer.